Am Gründonnerstag fand im Vereinsheim in der Lessingstraße der 49. Preisskat des MTV Lauterberg statt. In geselliger Atmosphäre wurden drei Runden gespielt, begleitet von allem, was für ein klassisches Skatturnier dazugehört: In der ersten Pause gab es die traditionellen „Viertelchen“ oder alternativ Käsebrötchen, und auch das Klönen kam nicht zu kurz.
Getrübt wurde die Veranstaltung jedoch von der erneut sehr geringen Beteiligung. In einem Verein mit so vielen Mitgliedern, so die Organisatoren, gebe es statistisch durchaus genügend Skatspielerinnen und Skatspieler. Viele würden sich jedoch nicht zur Teilnahme entschließen – sei es aus Zurückhaltung oder anderen Gründen. Eine Entwicklung, die von den Verantwortlichen mit Bedauern gesehen wird.
Hinzu kommt, dass sich die Interessen insbesondere jüngerer Mitglieder zunehmend verlagert haben. Dabei gibt es durchaus gegenläufige Trends: Im Umfeld des Deutschen Skatverbandes habe sich zuletzt eine „Junge-Leute-Bewegung“ etabliert, die dem traditionsreichen Kartenspiel neue Impulse verleiht.
Dennoch ziehen die Organisatoren vor Ort Konsequenzen. Wolfgang Tölle, der den MTV-Preisskat vor nahezu 50 Jahren ins Leben gerufen hat, und sein Team haben entschieden, die Turnierreihe auslaufen zu lassen. Mit dem 50. Preisskat im Jahr 2027 soll die Ära dieser traditionsreichen Veranstaltung im MTV enden.
In diesem Jahr gewann Michael Hahn, Bildmitte vorn, vor Ralf Mußmann, re., und Andreas Pfeiffer, li.
Autor Andreas Lehmann